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2016-11-30

UNGARN: NEUE FÖRDERMITTEL-SCHWERPUNKTE AB JANUAR TECHNOLOGIE UND FORSCHUNG IM VORDERGRUND

     
Ungarns Fördermittel-Politik für ausländische Firmen nimmt eine spektakuläre Wende. Neu sollen vor allem Technologie und Forschung im Vordergrund stehen – das „invented in Hungary” soll als Leitgedanke das bislang im Vordergrund stehende „made in Hungary” ablösen, erklärte Aussenwirtschaftsminister Péter Szíjártó am Donnerstag in Budapest an einem Wirtschaftsforum. 

Das neue, spektakuläre F&E-Packet tritt mit 1. Januar 2017 in Kraft und soll vor allem technologieorientierte Mittelständler nach Ungarn locken. Die neue Regelung sichert diesen Firmen bis zu 25 Prozent nicht-rückzahlbare Fördermittel zur Unterstützung von Innovationen und Forschungsprogrammen und ergänzt alle bisherigen Unterstützungsmassnahmen. Diese laufen im wesentlichen unverändert weiter. 

Aussenwirtschaftsminister Péter Szíjjártó gab am Donnerstag in Anwesenheit zahlreicher Wirtschaftsprominenz zudem für das laufende Jahr neue ungarische Wirtschafts-Rekorde bekannt. Bis Ende Oktober haben ausländische Investoren 16’017 Arbeitsplätze geschaffen, das ausländische Investitionsvolumen am Standort Ungarn erreichte in den ersten zehn Monaten die Rekordsumme von 3,2 Mrd. Euro. 

Minister Péter Szíjjártó betonte, mit seiner Ankündigung vollziehe seine Regierung bei der Firmen-Ansiedlungspolitik eine radikale Kehrtwende, weg vom Mengen- und hin zum Qualitätsgedanken. Daher werden ab 2017 auch Bildungsmassnahmen in Unternehmen stärker gefördert. Besondere Bedeutung misst der Chef der ungarischen Aussenwritschaft einer ebenfalls bemerkenswerten Steuersenkung hin: die bisher 10-prozentige Körperschaftssteuer wird zur Jahreswende 2017 auf das europäische Rekordniveau von 9% gesenkt. Die bürgerliche Orbán-Regierung kann für 2016 beim Export und im Aussenhandel ebenfalls Rekordergebnisse ausweisen. Die US-Rating-Agentur Fitch hat vor Wochenfrist das Budapester Investment-Grade mit positiven Aussichten bestätigt.