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2012-10-01

Budapest könnte Airline Malev doch opfern

     
Budapest könnte Airline Malev doch opfern
11.10.2011 FRANKFURT (owr)--Der neue Haushaltsentwurf der ungarischen Regierung könnte Hinweise darauf enthalten, dass Budapest die im vergangenen Jahr notverstaatlichte Airline Malev fallen lassen wird, schreibt die Zeitung "Pester Lloyd". Sie beruft sich dabei auf ein ungarisches Internetportal. Demnach ist auf "Origo.hu" zu lesen, dass im Budgetentwurf keine Position für weitere Kapitalspritzen vorhanden sei, diese aber für die Lebensfähigkeit der Malev im kommenden Jahr unabdingbar wären. Dafür gibt es nur zwei Erklärungen, entweder steht die Airline kurz vor einem Verkauf oder man lässt sie bankrott gehen. Die EU beäugte die ständigen Kapitalzuschüsse zuletzt ebenfalls kritisch und begann bereits mit offiziellen Ermittlungen wegen wettbewerbsverzerrender Staatsbeihilfen.

Mittlerweile belaufen sich die Staatszuschüsse an die zunächst russische, dann wieder ungarische Fluglinie auf rund 100 Mrd HUF (350 Mio EUR). Allein in diesem Jahr schoss der Staat 27 Mrd HUF bei. Das Sanierungskonzept könne damit als gescheitert gelten, schreibt die Zeitung weiter.

Die Regierung hatte immer wieder betont, die nationale Fluglinie erhalten zu wollen und suchte daher einen strategischen Partner. Experten halten diese Suche angesichts des ökonomischen Umfelds und des Mitspracherechts der Regierung jedoch für ein hoffnungsloses Unterfangen. Die marode Airline könne derzeit nur an einen Exoten verscherbelt werden, der Zugang zu den EU-Start- und Landelizenzen suche, heißt es in dem Zeitungsbericht.?