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2012-10-01

Lasten von MKB drücken BayernLB in die Verlustzone?

     
Lasten von MKB drücken BayernLB in die Verlustzone
21.11.2011 MüNCHEN (APA)--Wieder sorgt eine Auslands-Bankbeteiligung für hohe Verluste bei der Bayerischen Landesbank (BayernLB). Unerwartet hohe Lasten aus dem Ungarngeschäft über die Bank MKB haben die BayernLB im dritten Quartal dieses Jahres wieder in die roten Zahlen gedrückt. An der MKB hält die BayernLB 90%. Im vergangenen Jahr musste für Ungarn schon viel Geld nachgeschossen werden. Jetzt drohen dort neue Verluste aus der staatlich verordneten Fremdwährungskreditkonvertierung auf der Bilanz.

Im dritten Quartal verbuchte die BayernLB einen Vorsteuerverlust von 92 Mio EUR, nachdem es im zweiten Quartal dieses Jahres noch einen Gewinn in Höhe von 95 Mio EUR gegeben hatte. Wegen weiterer "Unwägbarkeiten" im vierten Quartal - unter anderem wieder wegen Ungarn - musste der BayernLB-Vorstand am Mittwoch seine im August erstellte Jahresprognose kippen.

Nach neun Monaten dieses Jahres blieb ein Vorsteuergewinn von 152 Mio EUR, im Vorjahreszeitraum waren es noch 669 Mio EUR. Auch die deutsche und ungarische Bankenabgabe verminderten das Ergebnis. Die MKB schrieb einen Vorsteuerverlust von 186 Mio EUR, teilte die Münchner Bank in ihrem Quartalsbericht mit.

Wegen des Umtauschs von Fremdwährungskrediten musste die ungarische Tochter MKB jetzt 108 Mio EUR zurückstellen. Das war der Hauptgrund für den BayernLB-Quartalsverlust. Sonst hätte es vor Steuern einen Quartalsgewinn in München gegeben. Zusätzlich gemindert wurde das Ergebnis von 51 Mio EUR durch die Bankenabgabe in Ungarn.?